Prosa

Juliana Adamović: Wildgänse

Julijana Adamović ist eine preisgekrönte Schriftstellerin. Ihr letzter, autobiographisch inspirierter Roman, „Divlje guske“ („Wildgänse“) (2018), wurde von Kritik und Publikum sehr positiv aufgenommen. Sie wurde 1969 im Norden Serbiens geboren, in der multinationalen pannonischen Region Vojvodina (noch genauer, in Bačka), die durch die Jahrhunderte Staaten und ihre ethnische Struktur „wechselte“. Obwohl intensive Migrationen Menschen verschiedener Zugehörigkeiten einander näherbrachten, zerrüttete der Krieg in den Neunzigern die Beziehungen wieder und führte zu erneuten Migrationswellen, was auch das literarische Interesse der Autorin bestimmte. Im Roman „Divlje guske“ reflektiert sie durch das Prisma einer intimen Geschichte über das Aufwachsen zweier siebenjähriger Zwillingsschwestern die gesellschaftlichen Verhältnisse im sozialistischen Jugoslawien, sowie die Spuren der Zeiten davor, mit einem unmittelbaren Einblick in den fluiden Charakter von Identität. Sie lebt in Vukovar.



 

Auszug aus dem Roman „Wildgänse“.

Aus dem Kroatischen von Klaus Detlef Olof.

 

Mama schrieb Oma in Deutschland einen Brief. Oma kann nicht lesen, aber dort gibt es viele Leute, die unsere Sprache verstehen. Mama sagt, sie habe ihr geschrieben, dass bei uns alles in Ordnung sei, dass wir das Geld bekommen hätten, das sie uns im letzten Monat geschickt habe, und dass sie sich sehr bedanke, weil sie den Strom bezahlt und für den kommenden Winter Holz gekauft habe. Sie sagt, dass sie das überspringt, dass uns im Sommer der Strom fast einen Monat abgestellt war und dass wir in den Taschen der Winterjacken und -mäntel nach Geld für Brot gesucht haben. Uns tut es etwas leid, dass sie das übersprungen hat, weil wir beide in diesem Spiel die Siegerinnen waren. In Papas Jacke haben wir sogar zweihundert Dinar gefunden. Mama sagt, das tun wir nicht, denn das würde Oma zu sehr aufregen.

Weiter schreibt sie, dass uns manchmal der Fernseher kaputt geht, aber dass wir ihn immer wieder reparieren können, so dass wir fürs erste keinen neuen brauchen.

Sie schreibt auch, dass meine Schwester wächst, dass sie brav und schön ist, was die reinste Lüge ist.

Was Opa Palika angeht, schreibt sie zuerst, dass Oma sich keine Sorgen um die Sauen machen soll, dass sie gut genährt sind, aber auch das ist gelogen. Wir haben hundert Mal gehört, wie sie zu Opa sagt, dass er sich nicht genügend um die Schweine kümmert.

„Aber Papa, ihr wisst doch, dass Mama böse wird, wenn sie kommt und sieht, wie mager sie sind.“

„Was versteht sie davon?“ hat Opa zur Antwort gegeben. „Bevor sie mich geheiratet hat, hat sie nicht mal gewusst, was das ist, ein Schwein.“

Mama schreibt aber doch, dass Großvater schlecht isst, dass er immer seltener zu uns kommt und dass er letzten Sonntag überhaupt nicht zu Mittag war und sie die Suppe und das Fleisch in den Henkelmann tun und fertig hinbringen musste. Als sie ins Haus kam, sah sie ihn, wie er unter den flackernden Weihnachtslämpchen ein Buch las, obwohl schon längst die Schwalben da sind und der Frühling angefangen hat. Sie schreibt noch, dass er neben der Couch eine große Blechdose für Bohnen aus der Arbeiterkantine stehen hat, in die er reinpinkelt, da soll Oma mal gut überlegen, wie lange sie noch in Deutschland bleiben will. Sie weiß, dass wir alle nie genug Geld haben und dass Papas Lohn klein ist, dass er sich oft krank meldet und es dann noch weniger ist und dass der Arbeiterrat nur den eigenen Leuten was zuschustert und dass von Kredit keine Rede sein kann, aber dass sie auch fürchtet, dass Opa es nicht mehr lange alleine macht. Sie fürchtet auch, dass er nicht bei uns leben will und dass sie mit den kleinen Kindern auch nicht in ihr Haus kann, denn wir haben nicht alle in einem Zimmer Platz, und wie soll sie dann ständig hin und her rennen.

Am Schluss schreibt sie noch, dass sie gehört hat, dass die Marcinis unser Haus annonciert haben, aber dass die Leute das vielleicht nur erzählen, weil sie nichts Vernünftigeres zu tun haben. An unserer Ecke hat der Austrommler jedenfalls nichts dergleichen ausgerufen. Dann grüßt sie sie vielmals von uns allen und lässt uns beide am Ende der Seite noch malen, was wir wollen. Wir malen eine traurige Bärin, die mit bunten Troddeln geschmückt ist. Vor ein paar Tagen haben ein Zigeuner und seine dicke Frau sie auf einem Gespann angekarrt und sie dann an einer Kette durchs ganze Dorf gezogen. Nur malen wir der Bärin keine Kette an, denn noch immer hören wir ihr trauriges Brüllen. Immer wenn sie sich auf ihre vier Beine gestellt hat, hat der Besitzer mit der Peitsche gepfiffen und stark an der Kette gezogen, die um ihren Hals geschmiedet war, so dass sich die Bärin wieder brüllend auf die Hinterbeine gestellt hat und weitergeschwankt ist wie ein Mensch. Sie ist wie ein Betrunkener getorkelt und hat die ganze Zeit traurig geweint. Die anderen Kinder sind um sie herumgelaufen, weit genug weg, damit die Bären sie nicht erwischt, und doch nahe genug, um sie mit kleinen Steinen werfen zu können. Wir nicht. Manchmal hat uns geschienen, als hörten wir das traurige „Mama!“ der Bärin.

Wir malen deshalb auch Zorro den Rächer, damit er den Zigeuner und seine Frau bestraft. Zum Glück sind sie nicht aus unserem Dorf. Und Zorro soll auch die Marcinis bestrafen, weil sie das Haus verkauft haben. Vielleicht begreift Oma das alles und kauft auch so einen Hut und eine Maske und einen Umhang. Genau wie auf der Zeichnung. Dann malen wir unsere Lippen mit Mamas Lippenstift an und drücken mehrere Küsse auf das Papier.

Mama steckt den Brief in einen Umschlag, leckt die Marke an und sagt, dass wir ihn zur Post bringen sollen. Da werden wir zwei ganz aufgeregt. Und was, wenn uns dort der Sohn des Briefträgers, dieser Räuber, entgegenkommt.

„Redet keinen Unsinn“, sagt Mama. „Er klaut Hühner und Transistorradios, aber keine kleinen Kinder.“

Trotzdem haben wir Angst.

Als uns Mama die Schleifen an den Schuhen gebunden und uns mit dem vor die Tür gebracht hat, gehen wir zuerst zu Mara. Wir möchten, dass sie mitkommt, aber daraus wird nichts. Bei ihnen herrscht große Stille. Maras Mama ist schon zwei Tage sehr krank, sie kann kein Wasser und keine weiche Nahrung zu sich nehmen, alles fällt ihr raus und rinnt ihr übers Kinn. Doktor Nana hat gesagt, wenn es ihr bis zum Abend nicht besser geht, muss er den Krankenwagen rufen und sie ins Krankenhaus bringen, damit sie sie dort mit der Nadel und mit Schläuchen ernähren.

Wir sehen ein, dass es wirklich dumm wäre von Mara zu verlangen, dass sie mitkommt, und halten uns deshalb nicht lange auf, sondern verabschieden uns und gehen wieder.

Anstatt in die Zentrum des Dorfs, zur Post, gehen wir um die Ecke und werfen den Brief ins Gras. Wir rennen nach Hause, als wäre auf der Straße der Höllenhund persönlich hinter uns her. Die ganze Zeit spüren wir schon seinen feurigen Atem im Rücken.

„Wieso seid ihr so schnell zurück?“ fragt Mama.

„Wir sind gerannt“, antworten wir und zupfen an den Schuhbändern herum.

„Habt ihr den Brief eingeworfen?“

„Ja.“

„Meine braven Mädchen“, sagt Mama.

Am nächsten Tag steht plötzlich Bobe Mojzeš vor der Tür. Sie steht vor uns wie eine Erscheinung, gestützt auf ihren Besen, und in ihrer Hand, über unseren verdutzten Gesichtern, der Brief. Mama nimmt ihn und sagt kurz: „Danke.“

Dann legt Bobe ihre schmutzigen Hände auf unsere Köpfe, lacht und streichelt uns.

Als sie sich umdreht und weggeht, schließt Mama langsam die Tür hinter ihr, und noch bevor wir uns überhaupt eine Entschuldigung ausdenken können, packt sie uns und ohrfeigt uns wie nie zuvor.

In dieser Nacht ist Maras Mutter gestorben.

 

(…)

 

Oma ist für immer aus Deutschland zurück. Sie ist mit dem Flugzeug gekommen und mit neuen künstlichen Zähnen. Wenn sie sie vor dem Schlafen herausnimmt, gucken aus dem Gaumen Metallzinken heraus, in die sie morgens ihre Zähne wieder einhängt. In der Nacht hat sie sie in einem Glas, was gruselig aussieht. Wenn Oma einen plötzlichen Schnarcher macht, zuckt sie zusammen und fuchtelt mit den Händen, als würde sie von etwas angefallen. Der Nachtschrank fängt von diesem Herumfuchteln an zu zittern und bringt das Wasser im Glas zum Schaukeln, und es sieht aus, als würden die Zähne jeden Moment herausspringen und sie in das faltige Doppelkinn beißen. Das jagt uns Angst ein, und deshalb mögen wir nicht bei ihr schlafen.

 

(...)

 

Oma schläft ein, sobald sie sich aufs Bett legt, und wir bleiben neben ihr ganz wach liegen und spielen mit dem Schatten der Finger an der Wand. Hund, Hase, Schmetterling und Vogel, das alles können wir machen.

Wir mögen auch nicht, wenn Oma nachmittags auf uns aufpasst. Wenn sie nicht schläft, pusselt sie ständig im Garten oder im Hof herum. Am Zaun zum Hinterhof hängt sie alles auf, was sie an dem Tag gewaschen hat: Wäschestücke, die Milchkanne, leere Konservendosen und Plastiktüten. Auf jedem Foto, das mit ihrem Fotoapparat gemacht wurde, ist hinter unserem Rücken diese Unordnung. Papa fragt sich, was der Mensch, der die Bilder in Deutschland entwickelt hat, wohl von uns denkt, was für unordentliche Menschen wir sind, und sagt auch, dass Oma dort nichts gelernt hat und dass es ein wahres Wunder ist, dass sich Opa Palika gerade mit ihr verheiratet hat. Denn bei Opa ist immer alles wie an der Schnur ausgerichtet, die Comics ordentlich einer auf dem anderen, und unsere Schuhe in einer Linie, von seinen großen, über unsere, bis zu den kleinsten – die von meiner Schwester. Hätte Oma in unserem Ort gelebt, als hier die Ungarn das Sagen hatten, wäre sie ständig bestraft worden. Oder das ist die Strafe für Opa Palika, weil er Ungar ist.

Es ist auch nicht gut, wenn Oma auf Monika aufpasst. Manchmal schläft sie schon vor ihr ein, so dass sie einmal sogar aus dem Bett gekrochen und auf die Straße hinaus getorkelt ist. Hätte nicht die Nachbarin sie vor dem Haus gefunden, wäre Monika im Graben gelandet oder hätte sie der Fuchs gebissen.

Und Füchse können tollwütig sein. Das haben sie uns in der Schule gesagt. Dann haben sie uns einen schrecklichen Film gezeigt, in dem die Menschen, sogar Kinder, mit Lederriemen an Metallbetten gebunden waren. Sie halten sie in Käfigen, dass sie jammern und schreien, während ihnen die Spucke und der weiße Schaum aus dem Mund rinnt. Sie haben schreckliche Angst vor normalem Wasser. Das war so schrecklich, dass wir monatelang Angst hatten die Straße runter zu gehen, selbst damals, als Triva vergessen hat, ihre Zigarette auszumachen, und ihre Hütte angesteckt hat, so dass sie Slavuj und Slamica in ein Heim gebracht haben. Wieder sind wir von der Schule bis nach Hause so schnell gerannt, dass uns das Herz bis in den Hals geschlagen hat und hier erschrocken zusammengepresst und eingeklemmt noch lange, lange nach dem Laufen geschlagen hat. Als wir den Hof erreicht hatten, haben wir den Hahn aufgedreht und uns über den Wasserstrahl gestellt, glücklich darüber, dass wir nicht angesteckt sind. Wir haben getrunken, auch wenn wir nicht durstig waren, und uns damit beruhigt, dass mit uns immer alles in Ordnung ist.

Erst nach diesem Film war uns klar, was mit Kuzma passiert ist, weshalb er in einem zugelöteten Blechsarg aus dem Krankenhaus wiedergekommen ist.

Jetzt hassten wir die Marcinis aus dem tiefen Grund unserer Seele. Wir verachteten sie wie keinen sonst auf der Welt. Mehr als einen Feind mit Gewehr und als gekochte Hühnerhaut. Mehr als den Sohn vom Postboten. Das war nicht nur wegen Švaba, die sie beklaut hatten, oder der armen Guska, die sie eingesperrt und so haben sterben lassen, ohne Hilfe und Trost, und die dann tot auf den Füßen steht und so tut, als sähe und wüsste sie alles, sondern auch deshalb, weil wir ihretwegen wegziehen müssen ins Unbekannte. Weit weg von Kolja und Lenka, weit weg von Oma, weit von den Menschen, die uns nichts tun und die uns so nehmen, wie wir sind.

Allmählich hassen wir auch Oma, deshalb weil sie das ganze Geld mitgebracht hat. Wir möchten, dass die Zähne wirklich mal aus dem Glas springen und sich alle ohne Ausnahme in ihren Hals bohren.

 

 

 

 

 

o nama

Eva Simčić pobjednica je nagrade "Sedmica & Kritična masa" (6.izdanje)

Pobjednica književne nagrade "Sedmica & Kritična masa" za mlade prozaiste je Eva Simčić (1990.) Nagrađena priča ''Maksimalizam.” neobična je i dinamična priča je o tri stana, dva grada i puno predmeta. I analitično i relaksirano, s dozom humora, na književno svjež način autorica je ispričala pamtljivu priču na temu gomilanja stvari, temu u kojoj se svi možemo barem malo prepoznati, unatoč sve većoj popularnosti minimalizma. U užem izboru nagrade, osim nagrađene Simčić, bile su Ivana Butigan, Paula Ćaćić, Marija Dejanović, Ivana Grbeša, Ljiljana Logar i Lucija Švaljek.
Ovo je bio šesti nagradni natječaj koji raspisuje Kritična masa, a partner nagrade bio je cafe-bar Sedmica (Kačićeva 7, Zagreb). Nagrada se sastoji od plakete i novčanog iznosa (5.000 kuna bruto). U žiriju nagrade bile su članice redakcije Viktorija Božina i Ilijana Marin, te vanjski članovi Branko Maleš i Damir Karakaš.

o nama

Natječaj ''Sedmica & Kritična masa'' - uži izbor

Nakon šireg izbora slijedi uži izbor nagrade ''Sedmica & Kritična masa'' za mlade prozne autore. Pročitajte tko su sedmero odabranih.

proza

Hana Kunić: Vidjela sam to

NAGRADA "SEDMICA & KRITIČNA MASA" - ŠIRI IZBOR

Hana Kunić (Varaždin, 1994.) završila je varaždinsku Prvu gimnaziju nakon koje upisuje studij Glume i lutkarstva na Akademiji za umjetnost i kulturu u Osijeku, gdje je magistrirala 2017. godine. Kao Erasmus+ studentica studirala je Glumu i na Faculty of Theatre and Television u Cluj-Napoci u Rumunjskoj. Glumica je pretežno na kazališnim (HNK Varaždin, Kazalište Mala scena Zagreb, Umjetnička organizacija VRUM, Kazalište Lutonjica Toporko), a povremeno i na filmskim i radijskim projektima. Kao dramska pedagoginja djeluje u Kazališnom studiju mladih varaždinskog HNK i u romskom naselju Kuršanec u sklopu projekta Studija Pangolin. Pisanjem se bavi od osnovne škole – sudjelovala je na državnim natjecanjima LiDraNo (2010. i 2012.), izdala je zbirku poezije „Rika“ (2018.), njena prva drama „Plavo i veliko“ izvedena je na Radiju Sova (2019.), a njen prvi dječji dramski tekst „Ah, ta lektira, ne da mi mira“ postavljen je na scenu lutkarskog Kazališta Lutonjica Toporko (2021.). Suosnivačica je Umjetničke organizacije Favela. Živi u Zagrebu, puno se sunča i alergična je na banalnost.

proza

Saša Vengust: Loša kob

NAGRADA "SEDMICA & KRITIČNA MASA" - ŠIRI IZBOR

Saša Vengust (Zagreb, 1988.) završio je školovanje kao maturant II. opće gimnazije. Nakon toga je naizmjence malo radio u videoteci, malo brljao na Filozofskom fakultetu po studijima filozofije, sociologije i komparativne književnosti. U naglom i iznenadnom preokretu, zaposlio se u Hladnjači i veletržnici Zagreb kao komercijalist u veleprodaji voća i povrća. Trenutačno traži posao, preuređuje kuću, savladava 3D printanje, boja minijature, uveseljava suprugu i ostale ukućane sviranjem električne gitare te redovito ide na pub kvizove da se malo makne iz kuće.

proza

Sheila Heti: Majčinstvo

Sheila Heti (1976.) jedna je od najistaknutijih kanadskih autorica svoje generacije. Studirala je dramsko pisanje, povijest umjetnosti i filozofiju. Piše romane, kratke priče, dramske tekstove i knjige za djecu. U brojnim utjecajnim medijima objavljuje književne kritike i intervjue s piscima i umjetnicima. Bestseleri How Should a Person Be? i Women in Clothes priskrbili su joj status književne zvijezde. New York Times uvrstio ju je na popis najutjecajnijih svjetskih književnica koje će odrediti način pisanja i čitanja knjiga u 21. stoljeću, a roman Majčinstvo našao se na njihovoj ljestvici najboljih knjiga 2018. godine. Hvalospjevima su se pridružili i časopisi New Yorker, Times Literary Supplement, Chicago Tribune, Vulture, Financial Times i mnogih drugi koji su je proglasili knjigom godine. Majčinstvo je tako ubrzo nakon objavljivanja postao kultni roman. Sheila Heti živi u Torontu, a njezina su djela prevedena na više od dvadeset jezika.

poezija

Selma Asotić: Izbor iz poezije

Selma Asotić je pjesnikinja. Završila je magistarski studij iz poezije na sveučilištu Boston University 2019. godine. Dobitnica je stipendije Robert Pinsky Global Fellowship i druge nagrade na književnom natječaju Brett Elizabeth Jenkins Poetry Prize. Nominirana je za nagradu Puschcart za pjesmu ''Nana'', a 2021. uvrštena je među polufinaliste/kinje nagrade 92Y Discovery Poetry Prize. Pjesme i eseje na engleskom i bhsc jeziku objavljivala je u domaćim i međunarodnim književnim časopisima.

proza

Ines Kosturin: Izbor iz poezije

Ines Kosturin (1990., Zagreb) rodom je iz Petrinje, gdje pohađa osnovnu i srednju školu (smjer opća gimnazija). Nakon toga u istom gradu upisuje Učiteljski fakultet, gdje je i diplomirala 2015. godine te stekla zvanje magistre primarnog obrazovanja. Pisanjem se bavi od mladosti, a 2014. izdaje svoju prvu samostalnu zbirku poezije, ''Papirno more''. Krajem 2020. izdaje drugu samostalnu zbirku poezije, ''Herbarij''. Pjesme objavljuje kako u domaćim, tako i u internacionalnim (regionalno i šire) zbornicima i časopisima. Na međunarodnom natječaju Concorso internazionale di poesia e teatro Castello di Duino 2018. osvaja treću nagradu. Poeziju uglavnom piše na hrvatskom i engleskom jeziku.

proza

Luka Ivković: Sat

Luka Ivković (1999., Šibenik) je student agroekologije na Agronomskom fakultetu u Zagrebu. Do sada je objavljivao u časopisu Kvaka, Kritična masa, Strane, ušao u širi izbor za Prozak 2018., uvršten u zbornik Rukopisi 43.

poezija

Bojana Guberac: Izbor iz poezije

Bojana Guberac (1991., Vukovar) odrasla je na Sušaku u Rijeci, a trenutno živi u Zagrebu. U svijet novinarstva ulazi kao kolumnistica za Kvarner News, a radijske korake započinje na Radio Sovi. Radila je kao novinarka na Radio Rijeci, u Novom listu, na Kanalu Ri te Ri portalu. Trenutno radi kao slobodna novinarka te piše za portale Lupiga, CroL te Žene i mediji. Piše pjesme od osnovne škole, ali o poeziji ozbiljnije promišlja od 2014. godine kada je pohađala radionice poezije CeKaPe-a s Julijanom Plenčom i Andreom Žicom Paskučijem pod mentorstvom pjesnikinje Kristine Posilović. 2015. godine imala je prvu samostalnu izložbu poezije o kojoj Posilović piše: ''Primarni zadatak vizualne poezije jest da poeziju učini vidljivom, tj. da probudi kod primatelja svijest o jeziku kao materiji koja se može oblikovati. Stoga Guberac pred primatelje postavlja zahtjevan zadatak, a taj je da pokušaju pjesmu obuhvatiti sa svih strana u prostoru, da ju pokušaju doživjeti kao objekt. Mada pjesnički tekst u ovom slučaju primamo vizualno, materijal te poezije je dalje jezik.'' Njezine pjesme objavljivane su u časopisima, a ove godine njezina je poezija predstavljena na Vrisku – riječkom festivalu autora i sajmu knjiga.

proza

Iva Sopka: Plišane lisice

Iva Sopka (1987., Vrbas) objavila je više kratkih priča od kojih su najznačajnije objavljene u izboru za književnu nagradu Večernjeg lista “Ranko Marinković” 2011. godine, Zarezovog i Algoritmovog književnog natječaja Prozak 2015. godine, nagrade “Sedmica & Kritična Masa” 2016., 2017. i 2019. godine, natječaja za kratku priču Gradske knjižnice Samobor 2016. godine te natječaja za kratku priču 2016. godine Broda knjižare – broda kulture. Osvojila je drugo mjesto na KSET-ovom natječaju za kratku priču 2015. godine, a kratka priča joj je odabrana među najboljima povodom Mjeseca hrvatske knjige u izboru za književni natječaj KRONOmetaFORA 2019. godine. Kao dopisni član je pohađala radionicu kritičkog čitanja i kreativnog pisanja "Pisaće mašine" pod vodstvom Mime Juračak i Natalije Miletić. Dobitnica je posebnog priznanja 2019. godine žirija nagrade "Sedmica & Kritična masa" za 3. uvrštenje u uži izbor.

proza

Ivana Caktaš: Život u roku

Ivana Caktaš (1994., Split) diplomirala je hrvatski jezik i književnost 2018. godine s temom „Semantika čudovišnog tijela u spekulativnoj fikciji“. Tijekom studiranja je volontirala u Književnoj udruzi Ludens, gdje je sudjelovala u različitim jezikoslovnim i književnim događajima. Odradila je stručno osposobljavanje u osnovnoj školi i trenutno povremeno radi kao zamjena. U Splitu pohađa Školu za crtanje i slikanje pod vodstvom akademskih slikara Marina Baučića i Ivana Svaguše. U slobodno vrijeme piše, crta, slika i volontira.

poezija

Marija Skočibušić: Izbor iz poezije

Marija Skočibušić rođena je 2003. godine u Karlovcu gdje trenutno i pohađa gimnaziju. Sudjeluje na srednjoškolskim literarnim natječajima, a njezina poezija uvrštena je u zbornike Poezitiva i Rukopisi 42. Također je objavljena u časopisima Poezija i Libartes, na internetskom portalu Strane te blogu Pjesnikinja petkom. Sudjelovala je na književnoj tribini Učitavanje u Booksi, a svoju je poeziju čitala na osmom izdanju festivala Stih u regiji.

proza

Philippe Lançon: Zakrpan

Philippe Lançon (1963.) novinar je, pisac i književni kritičar. Piše za francuske novine Libération i satirički časopis Charlie Hebdo. Preživio je napad na redakciju časopisa te 2018. objavio knjigu Zakrpan za koju je dobio niz nagrada, među kojima se ističu Nagrada za najbolju knjigu časopisa Lire 2018., Nagrada Femina, Nagrada Roger-Caillois, posebno priznanje žirija Nagrade Renaudot. Knjiga je prevedena na brojne jezike te od čitatelja i kritike hvaljena kao univerzalno remek-djelo, knjiga koja se svojom humanošću opire svakom nasilju i barbarizmu.

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