Lyrik

Volkslieder der Kroatischen Volksgruppe in Österreich- Burgenland

Die Nachdichtungen der burgenländischen Volkslieder sind der 1971 in Zagreb herausgegeben Sammlung von Fran Kurelac „JAČKE“ entnommen.

Der Originaltitel lautet: „JAČKE ili NARODNE PESME PROSTOGA I NEPROSTOGA PUKA HRVATSKOGA PO ŽUPAH ŠOPRUNSKOJ, MOŠONJSKOJ I ŽELEZNOJ NA UGRIH.“



ADLER, DU MEIN ADLER

(Orle, moj orle)

 

Adler, o mein Adler, du gescheckter Vogel,

Hoch fliegst du, mein Adler, doch noch weiter blickst du!

Hast du nicht gesehen meine erste Liebe?

Hab sie nicht gesehen, hab sie nur vernommen

Als ich jüngst des Nachts durch ihren Hof geflogen.

Im,Hof ist sie gewandelt, hat traurig gejammert

Geklagt und gejammert, Dich, o Held, verwünschend.

Adler, o mein Adler, du gescheckter Vogel,

Sollst du wieder einmal ihren Hof durchfliegen,

Laß ihr von mir sagen, sie soll nicht mehr klagen,

Soll sich niemals einem andern angeloben,

Weil ich, niemals, sag ihr, von ihr lassen werde

Auch wenn ich auf ewig müßt im Walde bleiben

Im Walde, im schwarzen, von Unrat mich nähren,

Von Unrat mich nähren, mit Unflat mich trlänken...

 

 

BOTSCHAFT SANDT' DER DEUTSCHE AN KARLOVIĆ IVE

(Poručil je Nimac Karloviću Ive)

 

„Botschaft sandt' der Deutsche an Karlović Ive:

Botschaft sandt' der Deutsche an Karlović Ive:

„Nennst neun weiße Burgen, Ive, du dein Eigen,

In der neunten Burg blüht eine Mädchenblüte.

Läßt du mich nicht, Ive, diese Blüte pflücken,

Plündern werd’ ich deine weißen Burgen alle

Und gefangennehmen deine Mädchenblüte!“

Gab Bescheid dem Deutschen Karloviću Ive:

„Deutscher, komm und hol dir meine Schwester Jele!“

Schöne Jele wandelt auf dem weißen Söller,

Spricht zum Bruder Ive: „Gib mich nicht dem Deutschen!

Gibst du mich ihm dennoch, schick mir keine Kleider,

schick mir nur das eine, das Gewand aus Seide,

Für den Dom von Zell, die Schatzkammer Marias.

Mit dem Deutschen aber tu mich nicht zusammen,

Kann ja mit dem Deutschen nicht ein Wörtchen reden!“

Ive schiebt das Hütchen tief in seine Stirne,

schiebt das Hütchen tief auf beide schwarzen Augen,

wandert auf und ab gar traurig und verdrossen:

„Sei nicht bange Jele, meine liebe Schwester,

Ive wird dir geben zwölf Dolmetscherleute,

Die dolmetschen werden dir und deinem Deutschen.“

„Was sollen mir, Ive zwolf Dolmetscherleute,

Kann ich ohne sie doch selbst kein Wörtchen reden!“

In die oberen Gemächer stieg dann Jele

Sah von dort hinunter durch die biefen Fenster:

Auf dem weiten Felde dunkelt’s wie von Raben.

„Komm, mein Bruder Ive, auf den hohen Söller,

Sieh hinunter, Ive durch die Fensterbogen,

Wie es dunkel wimmelt auf dem weiten Felde,

Sind es schwarze Kräben oder sind es Raben?“

Sind es schwarze Krähen oder sin es Raben ?“

sondern, Schwester Jele, deine Hochzeitsgäste.“

„Wehe mir, ach wehe, armer Mädchenblüte!

Wer will mich jetzt noch mit grünen Kränzlein schmücken?

Wer wird noch mir Armen Seidentüchlein schenken ?“...

Als his zum Kroatendorf der Zug gekommen,

Bat sie für ein Weilchen, daß sie frei sie gäben,

Nur ein Weilchen frei für die Kroatenmädchen:

daß sie reden könnt’ mit den Kroatenmädchen:

„Bitte euch gar schön, fihr meine lieben Schwestern,

Laßt euch niederfallen auf die weißen Knie,

bitten sollt ihr Gott und die Jungfrau Maria,

daß sie mich nicht lassen mit dem Deutschen schlafen,

auch nicht eine Nacht mit ihm verbringen müsse!“

Zweimal hat im Krexis die Mädchen slie umschritten

Ist beim dritten Male zu Boden geglitten.

Hat sterbend ihr Kleid vermacht der Gottesmutter

Für den Dom von Zell, die Schatzkammer Marias.

 

 

MEINE MUTTER HIESS MICH EINE BURG ZU BAUEN

(Dala mi je mati beli grad zidati)

 

Meine Mutter heiß mich eine Burg zu bauen

Auf hohem Gestade, an der stillen Donau.

Daß ich könnt’ erspähen mein Kränzlein, mein grünes,

Wie es treibt stromabwärts auf der stillen Donau.

Fischer, o ihr Fischer, auf der stillen Donau, ”

Habt ihr, liebe Fischer, nicht gesehn, mein Kränzlein,

Wie es schwimmt stromabwärts auf der stillen Donau?

Haben's wohl gesehen, konnten’s doch nicht fischen,

Warum brachtet ihr mein Kränzlein mir nicht wieder?

Wenn dreihundert Janitscharen dir's nicht finden konnten

Wie könnten drei Fischer dir das Kränzlein bringen?

Kränzlein grünes Kränzlein, aufgelöst vom Wasser,

Kränzlein grünes Kränzlein, verweht von den Wuinden,

Kränzlein grünes Kränzlein, versehrt von den Nebeln...

Wein jetzt um mich Mutter, unter’m weißen Laken,

Wolltest mich nicht haben in der bunten Haube,

In der Flitterhaube unter’m grünen Kränzlein.

 

 

JURE SCHLEICHT SICH ZUR VERLOBUNGSFEIER

(Jure mi se spravlja Turku na zaruke)

 

Jure schleicht sich zur Verlobungsfeier.

Seine Mutter wollte ihn nicht ziehen lassen:

„Geh nicht Jure, geh nicht zu den Türken -

Böse sind die Türken, Menschen andern Glaubens!“

Doch Jure ging dennoch zur Verlobung.

Als er dann aufs weite Feld hinauskam

Holt ihn dann durch einen dunklen Wald kam,

Ging im duklen Wald ein blutiger Regen nieder.

Und als Jure kam zu der Verlobungsfeier

Fraßen Hafer aller andern Helden Pferde

Nur das Pferdchen Jures wiehert traurig,

Alle andern Helden aßen schönes Weißbrot

Nur auf Jures Platz drei runde Steine lagen.

Und da sprach zu ihm sein schwarzes Pferdchen:

»Komm, und 1aß uns heimgehn, Jure- in die Heimat

Heim in unser Hochland, unsre Heimaterde.“

 

 

STERBENDER HELD

(Umirajući junak)

 

In den schwarzen Bergen

brennt ein glühend Feuer,

stehn zwölf junge Helden

um das Lagerfeuer.

Spricht der Helden einer:

„Ich werd müssen sterben,

vor den Herrgott gehen,

Red’ und Antwort stehen.

Grabt mir in der Erden

bei Sankt Veit die Gruben

tief wie eine Flinten,

breit als wie ein Säbel.

Sollt darein begraben

meinen Leib voll Sünden.

Nur den Arm, den einen,

laßt mir draußen stehen.

An den Arm tut lminden

meinen treuen Rappen,

mag er um mich weinen,

wenn's nsicht tut die Liebste.

 

 

ES BEFAHL, DER JUNGE KÖNIG

(Zapovidal mlad kraljičac)

 

Es befahl der junge König Jung und Alt zu den Soldaten

Und auch einen alten Vater, Vater von neuen jungen Töchtern,

Älteste hieß Rosalinka und daie jüngste Vidovinka.

Bange ward dem alten Vater: was tun und wohin sich wenden?

Sprach zu ihm die jüngste Tochter, schöne junge Vidovinka:

„Seid nicht bange, alter Vater, ich will gehn an eurer Stelle'

Kauft ein eichhornflinkes Pferdchen, schneidert mir Soldatenkleider!“

Kauft der Vater flinkes Pferdchen, schneidet zu Soldatenkleider.

Vidovinka sitzt zu Pferde, trägt am Leib Soldatenkleider.

Als sie kam zu den Soldaten, sieht sie da der junge König,

Und er blickt sie an voll Staunen und es spnicht der junge König:

„Kommt herbei, Soldaten alle, Hauptleut’ auch und Kapitäne!

Seht euch an den jungen Helden, schöner noch als jedes Mädchen!

Laßt uns auf den Markt ihn führen, daß wir sehn ob es ein Mädchen!

Wird er nach der Seide greifen oder Blei und Pulver kaufen?“

Doch es war ein kluges Mädchen, klug war sie und war auch schalkhaft,

Ließ die seidnen Tücher liegen, kaufte Flinte und auch Pulver

„Führt das Mädchen an die Donau, wird sie wohl hinüberschwimmen?“

Steht der König an der Donau, ist das Mädchen in der Donau.

Ist der König in der Donau, steht sie schon am andern Ufer.

Sie enthüllt den seidnen Busen und läßt sehn zwei Frauenschenkel.

„Sieh nur her, du junger König, sieh ich bin ein junges Mädchen!“

„Warte doch du junges Mädchen, meine Liebste sollst du werden!“

Doch ich will nicht, junger König, hast geprüft mich allzulangel!“

 

 

(Aus dem Kroatischen von Ina Jun Broda)

    

o nama

Natječaj ''Sedmica & Kritična masa'' 2020 - uži izbor

Nakon šireg izbora slijedi uži izbor nagrade ''Sedmica & Kritična masa'' za mlade prozne autore. Pogledajte tko su sedmero odabranih.

o nama

Natječaj ''Sedmica & Kritična masa'' - popis šireg izbora, pred objavu užeg

Natječaj ''Sedmica & Kritična masa'' za mlade autorice i autore do 35 godina starosti bliži se svome kraju. Ovo je peto izdanje nagrade, utemeljene 2015. godine, koja pruža pregled mlađe prozne scene (širi i uži izbor) i promovira nova prozna imena. Prva nagrada iznosi 5.000 kuna (bruto iznos) i dodjeljuje se uz plaketu. Prethodnih su godina nagradu dobile Ana Rajković, Jelena Zlatar, Marina Gudelj i Mira Petrović.

proza

Marina Gudelj: Ljudi na uglu ulice, pokraj prodavaonice pića

NAGRADA "SEDMICA & KRITIČNA MASA" - UŽI IZBOR 2020.

Marina Gudelj (1988., Split) završila je Hrvatski jezik i književnost na Sveučilištu u Zadru. Radi kao nastavnica Hrvatskog jezika u školi. Prvi književni rad, kratka priča Semafor, šahta, apoteka, birtija objavljena je u Zarezu 2015. godine. Iste je godine osvojila prvu književnu nagradu na portalu KSET-a za priču Kamo idu irske mačke. 2017. godine osvaja prvo mjesto na natječaju Kritične mase za priču Lee. S istom pričom iduće godine sudjeluje na LitLink festivalu u Zagrebu. 2018. godine osvaja treće mjesto s pričom Dulcinea na konjaku na 17. izdanju Festivala europske kratke priče, a krajem iste godine ulazi u uži izbor natječaja Prvi Prozak i Na vrhu jezika s pričom Vještica. 2019. godine osvaja nagradu Prvi Prozak za autore do 35 godina starosti, a objava zbirke priča očekuje se sredinom 2020. godine.

proza

Vid Hribar: Bilješke za preživljavanje

NAGRADA "SEDMICA & KRITIČNA MASA" - UŽI IZBOR 2020.

Vid Hribar (1993., Zagreb) je trenutno na završnoj godini diplomskog studija na odsjeku dramaturgije pri Akademiji dramske umjetnosti u Zagrebu. Piše scenarije, drame, poeziju, kratke priče, uz to se bavi komponiranjem i sviranjem klavira u brojnim zagrebačkim bendovima. Na radiju se izvode njegove ''Nule i ništice'' (2017.), radiodrama inspirirana motivima Harmsove istoimene zbirke kratkih priča, drama ''Oskarov san'' (2019.) te ''Od Vlaške do Britanca'' (2019.). Njegova drama ''Tuneli'' prevedena je na makedonski jezik od strane Makedonskog centra ITI, a njegova drama ''404'' objavljena je na portalu drame.hr. Kao kompozitor radi na nizu kazališnih, filmskih, televizijskih te radiodramskih projekata.

proza

Luca Kozina: Grbava plesačica

NAGRADA "SEDMICA & KRITIČNA MASA" - UŽI IZBOR 2020.

Luca Kozina (1990., Split) piše prozu i poeziju. Radovi su joj objavljeni u časopisima: Zarez, Fantom Slobode, Mogućnosti, Republika, u zborniku Rukopisi 43 te na internetu (Zvona i Nari, Književnost Uživo, Kultipraktik, Nema). Dobitnica je nagrade Prozak za 2019. godinu. Piše književne kritike za portal Booksa. Članica je književne grupe NKV.

proza

Petra Bolić: Hans.

NAGRADA "SEDMICA & KRITIČNA MASA" - ŠIRI IZBOR 2020.

Petra Bolić (1992., Varaždinu) studirala je francuski jezik i književnost, kulturološku germanistiku i književno-interkulturalnu južnoslavistiku na Filozofskom fakultetu u Zagrebu i Karl-Franzens Universität u Grazu. Znanstveno polje interesa su joj njemačko-južnoslavenski kulturno-književni transferi i suvremena slovenska proza. U slobodno se vrijeme bavi književnim prevođenjem i književnom kritikom. Vlastitu je kratku prozu do današnjega dana skrivala u ladicama.

proza

Ivana Pintarić: Propuštanje riječi

NAGRADA "SEDMICA & KRITIČNA MASA" - ŠIRI IZBOR 2020.

Ivana Pintarić (1988., Zagreb) je edukacijski rehabilitator. Piše poeziju i kratke priče. Ulomkom iz romana ''Gorimo (ali ne boli više)'' ušla je u finale izbora za nagradu "Sedmica & Kritična masa" 2015. godine. Ulazi u širi izbor nagrade "Sedmica & Kritična masa" 2017. ulomkom iz romana "Ovo nije putopis o Americi". Bila je polaznica Booksine radionice pisanja kratke priče pod mentorstvom Zorana Ferića. Objavila je radove na portalima kultipraktik.org i booksa.hr. Objavila je priču u časopisu Fantom slobode. Članica je književne grupe ZLO koja okuplja mlade pisce različitih književnih afiniteta i usmjerenja, koji zajednički promiču ''mladu'' književnost, sudjeluju na književnim natječajima, festivalima te organiziraju književne susrete i čitanja.

proza

Josip Čekolj: Kokoši ne letiju visoko

NAGRADA "SEDMICA & KRITIČNA MASA" - ŠIRI IZBOR 2020.

Josip Čekolj (1999., Zabok) student je treće godine kroatistike te etnologije i kulturne antropologije na Filozofskom fakultetu u Zagrebu. Dosad je svoje pjesme i kratke priče objavljivao u hrvatskim i regionalnim časopisima i zbornicima poput ''Rukopisa'', ''Alepha'', ''PoZiCe'', zbornika Gornjogradskog književnog festivala, Po(e)zitive i drugih te na portalima Kritična masa, Strane, Poeziju na štrikove, Čovjek-časopis i NEMA. Ovog ljeta izdaje dječju slikovnicu ''Srna i Mak u potrazi za uplašenim mjesecom'' u nakladi Mala zvona. S pjesničkim rukopisom ''Junaci i zmajevi su izumiruće vrste'' ušao je uži krug za nagradu ''Na vrh jezika'' 2019. godine.

proza

Ana Vučić: U Limbu

NAGRADA "SEDMICA & KRITIČNA MASA" - ŠIRI IZBOR 2020.

Ana Vučić (1992., Karlovac) još uvijek pokušava završiti Kroatistiku i Sociologiju na Filozofskom fakultetu u Zagrebu. Dosad su joj objavljene neke pjesme i jedan ulomak u studentskim časopisima i na Kritičnoj masi. Otkad je Jastrebarsko zamijenila Zagrebom piše tek neznatno više. U slobodno vrijeme čita, gleda sport i serije te mašta o obrani diplomskog rada u normalnim okolnostima. Vrhuncem svoje dosadašnje književne karijere smatra sudjelovanje na prvoj Kroeziji u kafiću Luxor.

proza

Ivan Katičić: Klošari

NAGRADA "SEDMICA & KRITIČNA MASA" - ŠIRI IZBOR 2020.

Ivan Katičić (1990., Split) objavio je zbirku kratkih priča ''Pet metara bliže zvijezdama'' (Pučko otvoreno učilište Velika Gorica, 2016.). Živi i ne radi u Omišu.

proza

Gabrijel Delić: Orlovski

NAGRADA "SEDMICA & KRITIČNA MASA" - ŠIRI IZBOR 2020.

Gabrijel Delić (1998., Zagreb) napisao je nekoliko članaka na temu automobilizma objavljenih na jednoj britanskoj web-stranici i poneku kratku priču od kojih je zadnja objavljena u regionalnom natječaju ''Biber'' za 2019. godinu.

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