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Im Dialog – Daša Drndić (Kroatien) und Dragan Velikić (Serbien)

Theater im Burgbachkeller, Zug
5.12.2016 20:00 Uhr
In der Reihe „Residenzen“ : Doppellesung und Gespräch (Englisch/Deutsch)
Moderation: Ilma Rakusa, Schriftstellerin, Zürich



 Doppellesung und Gespräch (Englisch/Deutsch)
Daša Drndić (Kroatien) liest aus „Sonnenschein (Hoffmann und Campe, 2015) Dragan Velikić (Serbien) liest aus „Bonavia“ (Hanser Berlin, 2014)

Moderation: Ilma Rakusa, Schriftstellerin, Zürich

Eine Mutter wartet auf ihren Sohn. 62 Jahre zuvor ist er von den Nazis aus Gorizia in der Nähe von Triest entführt worden. Hier hatte sie als junges Mädchen eine Affäre mit einem SS-Offizier. Anders als der Rest ihrer jüdischen Familie hat sie überlebt - und jahrzehntelang nach ihrem Sohn gesucht. Bei ihrer Suche stösst sie auf andere Schicksale, liest Zeugenaussagen, betrachtet Fotos und Erinnerungsstücke. Daša Drndic zeigt mit „Sonnenschein“ die Mechanismen des Bösen auf.

Daša Drndić geboren 1946 in Zagreb, gehört mit ihren gesellschaftlich engagierten Romanen zu den originellsten Stimmen der kroatischen Literatur. Sie hat mehrere Jahre in Kanada und den USA gelebt und unterrichtet heute Englische Literatur an der Universität in Rijeka.


Belgrad, um die Jahrtausendwende: Der Krieg in Jugoslawien liegt gerade so lange zurück, dass er noch auf alles seinen Schatten wirft. Alle treibt die gleiche Frage um: Bleibt man, oder ist es besser zu gehen? Marko, verhinderter Literat, besucht seinen Vater Miljan in Wien, der ihn vor Jahren in Serbien zurückgelassen hat. Marija, seine Frau, die Lebenskünstlerin, lässt sich treiben. Ihre Freundin Kristina unterhält sich mit ihrer verstorbenen Jugendliebe. Zufällig kommen die drei zum gleichen Zeitpunkt nach Wien, und diese Reise wird für alle zum schicksalhaften Wendepunkt. 

Dragan Velikić wurde 1953 in Belgrad geboren und war einer der wichtigsten kritischen Journalisten während der Milosevic-Zeit. Von 2005 bis 2009 war er Botschafter Serbiens in Österreich. Seine zahlreichen Romane wurden in 15 Sprachen übersetzt. 

Drndić und Velikić sind bis Januar 2017 Gastautoren der Landis & Gyr Stiftung in Zug.

Berichte

Museum der zerbrochenen Beziehungen

Ein Museum in Zagreb zeigt, was von der Liebe übrig blieb.

Berichte

Lumbarda: Ein modernes Reiseziel mit antiken Wurzeln

Nur wenige Kilometer von der Stadt Korčula entfernt, am östlichen Ufer der gleichnamigen Insel, liegt das Dorf Lumbarda. Vor mehr als zweitausend Jahren war Lumbarda eine Gemeinde der griechischen Kolonie der Insel Vis.
Im Jahr 1877 entdeckten Archäologen in Lumbarda eine antike Steinschnitzerei, das als Lumbarda-Psephisma bekannt wurde.

Rezensionen

Miroslav Krležas Werk im lichte der Französischen Kritik

Bisher wurden sechs Werke Miroslav Krležas ins Französische übersetzt, und zwar: „Beisetzung in Theresienburg“ (Novellen, Edition de Minuit, in der Übersetzung von Antun Polanšćak mit einem Vorwort von Léon Pierre Quint, Paris 1956), „Die Rückkehr des Filip Latinovicz“ (Roman, herausgegeben von Calman, Lévy, in der Übersetzung von Mila Đorđević und Clara Malraux, Paris 1957), „Das Bankett von Blitwien“ (Roman, herausgegeben von Calman-Lévy, in der Übersetzung von Mauricette Beguitch, Paris 1964). „Ohne mich“ (Roman, Edition De Seuil, übersetzt von Janine Matillon, Paris 1969), „Der kroatische Gott Mars“ (Novellen, herausgegeben von Calman-Lévy, übersetzt von Janine Matillon und Antun Polansćak, Paris 1971). „Die Balladen des Petrica Kerempuch“ (Edition Presse Orientales de France, übersetzt von Janine Matillon, Paris 1975).
Sie alle haben eine warme Aufnahme gefunden. Wir bringen hier einige Auszüge aus Rezensionen (Maurice Nadeau, Léon Pierre Quint, Claude Roy, Marcel Schneider und andere), die das Werk Krležas auf jeweils verschiedene Art und Weise beleuchten.
Maurice Nadeau widmet (u. d. T. „Ein großer jugoslavischer Schriftsteller“) im „France Observateur“ vom 20. Juni 1956 eine ganze Seite dem Erscheinen der Novellensammlung „Beisetzung in Theresienburg“. Daraus einige charakteristische Passagen: Für viele wird die Novellensammlung „Beisetzung in Theresienburg“ zu einer wirklichen Offenbarung werden...

Der Text ist ursprünglich in der Literaturzeitschrift Most/The Bridge (Heft 3-4, 1979) erschienen.

Berichte

Das Bild der Deutschen in der neuen kroatischen Literatur

Modernisierer, Kollaborateure, Faschisten: Die Geschichte und die Wahrnehmung der Balkandeutschen ist vielfältig und bis heute mit Tabus belegt. In den letzten Jahren sind sie jedoch zum Thema der kroatischen Literatur geworden.

Von Martin Sander und Ksenija Cvetković-Sander / Deutschlandfunk kultur

Berichte

Was willst du in Senj, Thilo?

"Und du willst nach Senj, Thilo?“

Ja. Ich wollte trotz des touristischen Überangebot Kroatiens jene Stadt sehen, in die der von den Nazis verfolgte Kurt Held und seine Frau Lisa Tetzner 1940 kamen und Inspiration zum Verfassen der „Roten Zora“ erhielten.

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